Enten-Refit

Refit, nicht Confit! 🙂

Da steht sie nun und könnte doch um einiges schöner sein. Die ersten Eindrücke in Bildern

Ich dachte eigentlich, schaut doch ganz passabel aus. Das Antifouling runterkratzen und gut. Es stellte sich jedoch heraus, das Antifouling ist extrem hartnäckig.

Selber machen oder nen Profi?

Es gibt ja verschiedenen Möglichkeiten zum Ziel zu kommen.  Preiswert und mit viel Schweiß oder kostspielig und andere schwitzen lassen 🙂

Nachdem ich viele Möglichkeiten durchgespielt hatte war klar, vor dem Haus ist es ein no go. Abgekratztes Antifouling ist nicht gerade umweltverträglich. Einen anderen Platz zu finden ist illusorisch. Also wurden Angebote eingeholt.

Man erkennt schnell, das alles was das Attribut „maritim“ trägt, immer mindestens 50% teurer ist als wĂĽrde man das deslbe Produkt oder die selbe Dienstleistung fĂĽr zum Beispiel sein Auto kaufen.

Und so geht es in die nächste Runde.

Unterwasserschiff erneuern angefragt. Am Standort am Bodensee ist keine Zeit. Am Brombachsee gibt es mehrere „Werften“. Wir hatten mit unserem 470er beim SZK „dem Kagerer“ sehr gute Erfahrungen in der Beratung gemacht.

Über das SZK gibt es ein paar wenige Beiträge in Foren. Negative Beiträge. Das hat mich dann etwas unsicher gemacht obgleich ich natürlich weiß, in Foren wird meist gemotzt. Auch hatte ich einige Meinungen gehört die wahrscheinlich eher nachplapperten als aus eigener Erfahrung zu berichten.

Als das Boot ins SZK getrailert und den Auftrag lt. Angebot vergeben.

Ich mach es kurz. Die Arbeiten wurden ordentlich ausgeführt. Ordentlich, in Time und verantwortungsvoll. Verantwortungsvoll bedeutet, man macht es fachmännisch richtig auch wenn es nachher etwas mehr kostet. Naja, das etwas mehr war dann doch fast 60% mehr. Die notwendigen Reparaturen und die Aufwände dafür waren plausibel erklärt, dokumentiert und am Ende bin ich über das Ergebnis froh.

Sicherlich werde ich keinen Auftrag mehr ohne Festpreis oder vorherigen Kostenvoranschlag mit +/- 20% Regelung vergeben. Die Klausel „nach Aufwand“ dĂĽrfte eben nicht enthalten sein. Oder eben die Klausel, das bei einer Abweichung von mehr als X% informiert werden soll. Ich habe keine Erfahrung wie es bei anderen Werften gewesen wäre. Die Angebote der Wettbewerber lagen ĂĽber dem SZK Angebot aber dann ziemlich genau auf dem SZK Endpreis. Wie gesagt, die Arbeiten sind einwandfrei ausgefĂĽhrt worden.

Das „der Kagerer“ ein ganz spezieller Mensch ist mach die Sache doch auch wieder amĂĽsant. Also SZK ist handwerklich zu empfehlen, in der Administrativen muss man eben etwas flexibler sein 🙂

Ein paar Aufnahmen von der Arbeit…

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Der Kiel wurde gesandstrahlt und diverse Löcher mussten aufgefüllt werden. Als das AF runter war musste ordentlich gespachtelt werden um ein einwandfreies Unterwasserschiff zu erstellen. Am Ende fühlt es sich wie ein Babypopo an.

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Die Elektronik!

Ahhhhh hier könnte ich echt 10 Kreuze machen. Ich hab das alte Raymarine ausgebaut, eine Windmessanlage von Advansea nebst Multi-Anzeigegerät eingebaut. Die Hoffnung war, die alten Geber sollten doch damit funktionieren. Von wegen. Viele Stunden Recherche und Versuche an Bord haben mich fast zur Verzweiflung gebracht.

Am Ende mussten die alten Geber raus und zwei neue rein.

Um die Kabel sauber zu verlegen schneidet man natĂĽrlich die Stecker und Kupplungen ab. Das bringt am Ende sehr viel SpaĂź bei der Belegung der LĂĽsterklemmen. Als erstes funktionierte die Windmessanlage. Das war ja auch einfach da alles neu. Und um Wind zu messen braucht es ja auch kein Wasser.

Nach erster provisorischer Verkabelung zeigt die Logge bei der ersten Ausfahrt den Speed. Sehr schön. Das Lot schweigt beharrlich. Es folgen mehrere Stunden Recherche,  Versuch, Telefon…. sie schweigt.

Am zweiten Wochenende gehe ich es nochmals an. Airmar, der Hersteller der Geber, hat mir eine Info gesendet und….. jipeeeeh. Das Lot zeigt die Tiefe. Zwar grottenfalsch aber dazu gibt es ja die Justage.

Der einzige Wert der fehlt ist die Wassertemperatur. Ehrlich gesagt interessiert mich lediglich der Aggregatzustand fest und flĂĽssig!

Das Deck

An Deck war die Wilde Ente, als sie noch Marli hieĂź, ziemlich „abgeritten“. Die TBS-Beläge wurden mit Deckline neu beschichtet. Alles poliert und die Pinne abgeschlifen und mit 20 Durchgängen Ă–l getränkt. Ist sehr schön geworden. Alles! Wir sind ziemlich froh darĂĽber. Das gesamte Boot wurde mit Dr. Beckmanns Fleckenstein „entdreckt“ Der schleichende Prozess der „Vergrauung“ wurde dadurch zurĂĽckgedreht. Allerdings wird danach eine Politur notwendig die aktuell noch auf sich warten lässt. Wenn die neue Persenning da ist lohnt sich das.

Die neue 12V Anlage habe ich parallel zur alten Installation aufgesetzt. Nichts wildes aber die insgesamt 160 Amp Batterieleistung will wohl verkabelt sein. Der neue Motor, ein Haswing Comax 55, leistet ca. 650 Watt und wir müssen damit eben auch bei Gegenwind mindestens einen halben See weit kommen. Diverse 12V Steckdosen sowie eine FI gesicherte 230V Installation. Der 230V Landanschluß wurde mit einem Philippi Stecker beglückt. Nicht billig aber rock solid! Motor-Amschluß per Hochstromstecker. Naja, der sieht nicht schön aus aber die Amperes müssen eben übers Kabel.

UPDATE zum Motor! Der Comax 55 ist etwas zu schwach für die Etap. Beim römisch-katholischen Anlegen (rückwärts) reicht die Leistung bei Wind kaum um sicher in die Box zu steuern. Somit wurde der Motor gegen einen Proturar 2HP ausgetauscht. 1200 Watt bei 24 Volt wird mit 2 PS angegeben. Etwas übertrieben aber für den See nun optimal auch bei Hackwind von der falschen Seite.

Die Bezüge der Kissen wurden dunkelblau eingefärbt und damit bin ich fast durch mit den Refit Aktivitäten.

2 Gedanken zu „Enten-Refit

  1. Sir,

    Auf Ihrer Webseite, sehe ich ein Foto des Etap 21i dismasted. Hat das Manöver ist einfach zu tun? Die Spannung der unteren Wanten und Stage Wenn dismasted, ändern Sie! Wie funktioniert das Detail Dismasting Betrieb und Abdichten?

    danken Ihnen im Voraus fĂĽr Ihre Antwort?

    GrĂĽĂźe,

    1. Bonsoir,

      Je me détends la clé à 10 tours, puis je mets le mât. Mât pose est très simple à un tour de mât, Riggingturm. Sans tour il faut trois personnes autour du pôle en lieu sûr ou fournier.

      Dans le manuel du bateau, le processus est dĂ©crit en dĂ©tail. Regardez ici juste sous le manuel du propriĂ©taire/“Eignerhandbuch“

      Au revoir!

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