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Etap21i.de geht in Rente!

Das ich die Wilde Ente verkauft habe haben die meisten ja mitbekommen. Ich habe den Blog nun um die nicht Etap 21i relevanten Beiträge erleichtert. Somit gibts hier nur noch Etap 21i Infos. Alles weitere wie Reiseberichte usw. ist auf meine neue Seite Linguini.eu verschoben worden.

Etap21i.de werde ich demnächst aufgeben. Vielleicht findet sich aber ein Etap 21i Eigner der Lust hat die Seite weiter zu führen. Einfach ne Mail schicken!

VERKAUFT

Die Wilde Ente konnte heute in gute Hände verkauft werden. Wer weiß, vielleicht bleibt sie ja sogar am Großen Brombach See – würde uns natürlich sehr freuen.

 

verk

Somit ist die Suche nach der „Noch wilderen Ente“ gestartet!

 

Armor-X Wasserdichte Ipad Halterung

So schaut die Armor-X Halterung aus wenn sie bombenfest an der Bente 24 angesaugt ist.

Ich konnte die Halterung bei unserem Bente Ausflug testen und habe gemischte Gefühle.

Armor-X – Saughalterung

Die Halterung wird mittels Saugfuß an einer ebenen Fläche festgesaugt. Man hat da schon so seine Bedenken wenn man in der Welle stampft und die Saugfläche doch relativ klein erscheint. Aber kein Thema, das Teil hält bombenfest! Egal ob vertikal, horizontal oder auf nicht ganz glatten Oberflächen. Sehr gut!

Armor-X – Wasserdichtes Gehäuse

Ich habe nicht versucht das Gehäuse unter Wasser zu halten. Obgleich der Hersteller sagt das Gehäuse sei wasserdicht. Ich traue der Dichtung nicht. Diese ist die weiche (gummiartig) Unterschale in die die Oberschale „einrastet“. Man muss nach dem Zusammenfügen die Kante gut und gleichmäßig festdrücken damit es zumindest optisch ein gutes Gefühl gibt.

Ohne Ipad habe ich den Unterwassertest im Waschbecken gemacht. Alles dicht. Und dennoch würde ich jetzt nicht mit dem Gehäuse schwimmen, geschweige denn tauchen gehen. Sitzt die Oberschale nicht rundum akkurat, dürfte das feucht werden.

Armor-X – Bedienung

Das Einsetzen des Ipads ist easy. Die Dichtung rundum anpressen macht man eben einmal ordentlich beim „Einpacken“. Die Anschlüsse für Strom und Kopfhörer sind über die Abdeckungen gut erreichbar, dann ist das Ganze natürlich nicht mehr wasserdicht.

Das Gehäuse hat eine Plastikfolie die über dem Ipad Display liegt. Die Bedienung mit den Fingern wird durch die Folie erschwert. Ich würde sagen das man ca. 30% weniger Kontrolle durch die Folie hat. In den Randbereichen noch weniger. Gesten sind davon am meisten betroffen. Das Hineinzoomen in eine Karte ist schwer und umständlich.

Somit ist die Kombination bei der Navigation eher in Richtung lesend zu betrachten. Zur Planung oder weiterer Aktivitäten holt man das Ipad aus der Hülle.

Armor-X – Display

Eigentlich ist es ja nicht das Display sondern die Beeinflussung der Display Qualität durch die darüber liegende Folie.

Es Spiegelt ungleich mehr. Bei Sonneneinstrahlung wird das Bild des Ipad Air 2, welches zu den sehr guten gehört, annähernd unlesbar. Ohne Abschattung ist eine Navigation nach Karte bei Sonne fast unmöglich.

Eine geplante Navigation die nach Wegpunkten und Kompass navigiert kann man durchaus verfolgen. Da der große Teil der Informationen auf einem Navigations Kartendisplay im Fahrtmodus sowieso überflüssig ist, reicht die Qualität.

Mit schlechteren Displays kann ich mir das allerdings dann nicht mehr vorstellen.

Armor-X – Qualität

Über die Haltbarkeit der Displayfolie kann ich nichts sagen, habe hier aber echte Bedenken. Da ein Tablet-Technologierefresh aber sowieso alle 2-3 Jahre erfolgt und das neue Tablet dann natürlich auch eine neue Hülle benötigt, dürfte es für den Freizeitsegler durchaus ok sein. Ansonsten ist die Verarbeitung gut!

Segellast – wirkende Kräfte

Welche Segellast oder besser Kraft gibt es am stehenden und fallenden Gut? Was zerrt bei 10 Knoten am Gennaker Fall? Wie muss ich die Schoten dimensionieren. Die Segellast das unbekannte Wesen 🙂

Eine kleine Sammlung an Segellast Berechnungen gibt es bei Harken HIER.

Das ist natürlich nur eine Annäherung, aber es zeigt ungefähr die Dimensionen.

Auf die Etap 21i bezogen:

Gennaker oder Spi mit 34 Quadratmeter der bis ca. 15 Knoten gefahren wird. Dessen Schot sollte 161 Kg Segellast packen. Nicht viel für eine Dyneema Leine aber ganz ordentlich für die Arme 🙂

Die Dimensionen laut Eignerhandbuch muten da recht üppig an. 10mm als Spischot. 1mm Dyneema würde reichen. Ok, läßt sich echt schlecht anfassen, aber 10mm? Ich hab aktuell alles auf  6mm Dyneema. Ausnahme das Groß- und Fockfall, weil die noch gut sind.
Was das stehende Gut, die Wanten, angeht, verrät das Handbuch nur „Topwanten stark anziehen“. Aha!

Segellast - Stehendes Gut in Venedig

Laut Selden sollten 17% der Bruchlast bei den gepfeilten Salingen an den Wanten wirken. Die Unterwanten knapp weniger aber keine messbaren Angaben. Ich stelle <=15% ein.

Bei weniger als 17% kommen die Oberwanten in Lee, bei ordentlich Wind, lose. Regatta, haha, will 20% als Bruchlastkomponente haben. Bei Standard Segellast.

Hier liegt nun ein Wantenspanungmesser und eartet auf die Saison. Bin sehr gespannt in wie weit sich die Spannung, bei Zollstock Methode, vom Messgerät unterscheidet.

 

Motor und Halterung

Der Motor der zur Etap 21i passt ist schnell gefunden. Ein Kurzschaft mit max. 10 PS und schön drauf achten das der Deckel nicht zu voluminös ist.

Wir haben, nachdem wir erst einen alten Tohatsu 5PS gekauft haben nun doch einen Honda mit 8 PS und Stromgenerator erworben. Fast neu und schnurrt wie ein Kätzchen.

Oh Schreck, er passt nicht ans Boot? Nein, so dramatisch ist es dann nicht aber wenn man den  BF6 bzw. BF8 hocklappt, dann kommt die Schraube nicht aus dem Wasser.

Standardhalterung

Motor Etap 21i

 

So sollte es aussehen

Motor Etap 21i 2.

Also ganz aus dem Wasser raus damit nichts die unwahrscheinlich hohe Geschwindigkeit der Etap reduzieren kann 🙂

Der Motor kommt allerdings nicht so ohne weiteres so weit aus dem Wasser da er an der Heckbrücke anschlägt. Je nach Motor reicht evtl. ein Stück der Heckbrücke wegzudremeln. Doch wer mag das seinem Schiff antun? Die Lösung ist eigentlich ganz einfach. Der Motor muss lediglich ein kleines Stück weiter nach hinten Wandern damit er an der Heckbrücke vorbei schwingen kann.

Das erreicht man wenn man eine zusätzliche Auflage hinten ans Motorbrett anbringt. Vorausgesetzt die Motorhalterung hat genügend Spiel.

Motorhalterung Tuning

Ich habe einfach ein Stück geöltes Teak in 17 mm aufgelegt und somit kommt der Motor um 17mm weiter nach hinten und läßt ihn nun problemlos an der Heckbrücke vorbeischwingen. On der nun 17mm weiter hinten liegende Schwerpunkt etwa ausmacht dürfte eher philosophisch zu betrachten sein.

Im Artikel „Mit der Ente um den Erdball“ sieht man auf dem Bild recht deutlich wie tief der AB ins Wasser geht und das es fast eine Horizontale benötigt um den Motor gänzlich aus dem Wasser zu bekommen. Ok, die haben einen schweren 15 PS dran und stehen im Bild auch noch am Heck. Aber die Konstruktion ist nicht wirklich gut. Hätte man die Heckbrücke doch nur um 5 Zentimeter höher gelegt wäre alles kein Problem.

Alternative: Ein Yamaha 8 PS Kurzschaft ist ein Stückchen kürzer, obenrum ein wenig schlanker und schwingt sehr gut ins Boot. Siehe dieses Bild.

Aktuelle Überlegungen: 2 Flanschmotoren am Rumpf. Mal sehen…..

Navigationssoftware

Welche Navigationssoftware am besten geeignet ist? Auf diese Frage gibt es eben so viele Antworten wie Segler. Navigationssoftware sollte sicher, aktuell, gut und einfach bedienbar, umfangreich sein und dabei wird sehr schnell über den Preis hergezogen.

Ich meine, die Arbeit die in der Kartographie und der Aufbereitung sowie Aktualisierung von Karten steckt ist schon enorm. Man vergleiche nur einmal sein KFZ-Navi mit einer Navigationssoftware die ein Jahr auf dem Buckel hat. Ein Jahr ist auf der Straße nicht so viel, weil man den neuen Kreisverkehr natürlich einfach erkennen kann. Die Straße ist unbekannt? Ein neues Wohngebiet? Alles kein Problem.

In der Schiffahrt sollte die Aktualität wochengenau, für Gefahrstellen vielleicht sogar tagesgenau sein. Die gute alte Papierkarte hat man selbständig über die Nachrichten des BSH aktualisiert. Gefahrstellen, Tonnen, Wracks. Einfach eingetragen und gut.

Eine App für Navigation aktualisiert man über einen Download. Die Aktualisierungsintervalle sind dabei „von bis“. Sich auf die digitale Karte verlassen? Ja in jedem Fall! Was soll man auch sonst tun. Die Papierkarte weiterhin aufwendig pflegen? Wenn man die Zeit dazu hat – natürlich! Man kann auch Pois in den digitalen Karten dazu verwenden wenn der Hersteller mal wieder pennt.

Alles schön und gut wenn man sich in Deutschen Küstengewässern bewegt. Die Papierkarten für andere Teile der Welt und ihre Aktualisierungen sind, wenn man den erfahrenen Seglern glauben mag eine echtes Abenteuer. A. wie kommt man an die Karten, B. wo finde ich die Aktualisierungen und C. wie vertrauensvoll sind die Quellen.

Ich habe mich durch die vielen Apps und Navigationssoftware geschmökert und die wichtigesten Anfordeungen waren:

  • Gute Aktualität europäischer Karten, vornehmlich die Deutsche Küste sowie das nord-westliche Mittelmeer nebst Adria.
  • Gute Bedienbarkeit
  • Kontrastreiches Abbild der Karten
  • Integration in mein WiFi Netz um GPS und NMEA Informationen darzustellen

Was dabei herauskam war iNavX. Eine sehr professionelle Navigationssoftware oder App die leider auch ihren Preis hat. Die Kosten habe ich schnell verschmerzt nachdem ich mich mit der App beschäftigt habe.

iNAVX

Bei der Auswahl der zur Verfügung stehenden Karten habe ich mich für Navionics entschieden. Die Abdeckung und das Farbbild (Kontrast) war mit entscheidend. Was den Grad der Aktualität angeht gibt es verschiedene Meinungen. Da ich Navionics als App zusätzlich auf einem Android Device nutze, sehe ich, die Aktualität der Karten via dem iNavX Kartenservice X-Traverse scheint besser zu sein. Allerdings ist meine Erfahrung durchaus bescheiden und unser Italien Trip an der venezianischen Küste wird es zeigen.

iNavX bietet über eine große Community viel Hilfestellung und für jede Frage eine gute passende Antwort. Ich habe ich recht schnell in die Funktionen eingearbeitet. Die Funktionsvielfalt ist mächtig und man sieht es der APP zu Beginn nicht an. Integration von Wetterinformationen, GPS, AIS und andere Instrumentendaten. Revier- und Hafeninformationen mit direkten Quellen in Google / Internet. Und und und.

Eine gute englisch sprachige Übersicht HIER

Spinnaker Ahoi – Kampf dem Muff

So ein Spinnaker ist schon was tolles. Ich hab ja durch Glück, Zufall, Dummheit…. nun zwei rumliegen. Die Nr. 2 entspricht dem Optimum an Maß und Farben und ist auch sonst in einem guten Zustand. Wenn da nicht der erbärmliche Muff wäre.

Das Tuch stinkt wie eine durchgeschwitzte Sporttasche die man im Eck vergessen hat.

Nicht daran zu denken das Segel so in der etap 21i zu verstauen. Also lüften! Am Haus hochgezogen und 3 Tage an der Luft gelassen. Minimale Verbesserung. Schonendes, kurzes  Waschprogramm hat nochmals etwas Verbesserung gebracht. Gleichzeitig hab ich dem Spinnaker damit ein zusätzliches Nutzungsjahr verpasst. Er ist nen Tick weicher geworden. Nun schlummert der Spinnaker im Vakuum in der Tiefkühltruhe. Wenn der Gestank von Bakterien rührt dann hoffe ich das selbige kälteempfindlich sind. Mal 24h bei – 20 Grad und erneuter Schnuffeltest. Wäre schon schön wenn ich den Muff aus dem Tuch bekomme.

Update: Der Spinnaker riecht nicht mehr. Langes lüften, ein paar „Frischesäckchen“ mit dem Spi in eine luftdicht abschließende Tüte und warten. Sehr schön.

Übrigens gibt es hervorragende Informationen zu Spinnaker Segeln. Die Trimmfibel von Diekow Segel ist sicher eine der besten Quellen

etap 21i Spinnaker segeln

Erst mal viel lesen, Videos s hauen und sich die Begriffe einprägen. Einige sagen, besser gleich in englisch. Aber wenn Dich dann keiner versteht …. ok, dann beides.

Zwei, wie ich meine, sehr gute Anleitungen:

In Deutsch vom SV-Wacker

In Englisch von Sélden

Welchen Spinnaker bzw. welche Maße für die Etap zu empfehlen sind richtet sich weitestgehend nach dem Einsatzzweck. Gemütlich oder flott cruisen bis Regatta und sehr flott.

Die Basis ist das I und J Maß. I dürfte bei den identischen Versionen gleich sein. Allerdings habe ich auf der Spitze des Bugspriets noch den Roll Code 0 und werde in Kürze eine neue Platte auf den Bugspriet setzen. Somit verändere ich das J Maß entscheidend.

Normal dürfte J ca. 240 cm sein. Meine Varinate liegt bei 265 cm. I liegt bei 770 cm, respektive 830 cm.

Somit ergibt sich für meinen cruising Spinnaker: Luff = 820 cm, Leech = 760 cm, foot = 440 cm

Im Gesamten = 30.4 m² im Star Cut. Menge Tuch für die kleinen Ente 🙂

Etap 21i Trimmen

Diese Frage stelle sicherlich nicht nur ich mir. Wahrscheinlich gibt es so viel Meinungen wie Segler wenn es um den richtigen Trimm geht. Ich habe mich bei meiner „ohne Achterstag, dafür gepfeilte Salinge“ Etap 21i, für diese Variante mit X=2,5mm entschieden:

Einen Zollstock (2 Meter) am Oberwant befestigen und zwar so, damit dessen unteres Ende X mm über das Obere Ende das Wantenspanners übersteht. Dabei sollte der Mast bereits durch die Unterwanten gerade ausgerichtet sein (vom Heck oder Bug aus blickend). Jetzt dreht man beide Wantenspanner der Oberwanten so fest bis der Zollstab bündig ist. anschließend ziehst man die Unterwanten an bis der Mast eine vernünftige Biegekurve aufweist .

X = 1mm Dehnung auf 2 m –> 5 % der Bruchlast
X = 2mm Dehnung auf 2 m –> 10 % der Bruchlast–> Mindestens
X = 3mm Dehnung auf 2 m –> 15 % der Bruchlast–> Optimal
X = 4mm Dehnung auf 2 m –> 20 % der Bruchlast–> Maximal

Allerdings bin ich noch immer auf der Suche nach einer offiziellen Aussage der Firma Etap. Wer etwas hat – nur her damit!

Eine lange Version der Firma Seldén gibt es HIER

Und noch die Trimmfiebeln der Firma Diekow HIER

Beides ziemlich gelungene und verständliche Informationen.