Archiv der Kategorie: Tips

VERKAUFT

Die Wilde Ente konnte heute in gute Hände verkauft werden. Wer weiß, vielleicht bleibt sie ja sogar am Großen Brombach See – würde uns natürlich sehr freuen.

 

verk

Somit ist die Suche nach der „Noch wilderen Ente“ gestartet!

 

Etap Ersatzteile – Quellen und Links

Etap Ersatzteile sind bei jedem Refit oder kleineren wie größeren Reparatur eine qualvolle Beschäftigung. Man wird Zeit mit der Recherche zu Etap Ersatzteile verbringen. Zum Glück sind nur wenige Teile an der Etap 21i exklusiv für das Boot gefertigt. Das meiste an Teilen gibt es. Nur wo? Wenn ihr sucht werdet ihr sie finden – das dauert aber.

Ich stelle und pflege diese Liste und würde mich über freuen wenn ihr die Liste ergänzen würdet.

Ersatzteile / Parts Links

Bubel.de

In Deutschland sicherlich die erste Anlaufadresse für einen umfangreichen (Ersatz)Teilekatalog. Die Preise sind ok, schließlich ist das einiges an Arbeit ein solch umfangreiches Etap Ersatzteil Angebot aufrecht zu erhalten.

Bubel Etap 21i Ersatzteile PDF

Auch Viko-hh.de kann die selben Teile liefern. Die Partsliste ist allerdings die Bubel Liste. Vin daher wohl ein Joint Venture

Purplemarine

Ein Händler der viele der SeaSure Etap Ersatzteile. Vor allem die Teile der Ruderanlage   liefert kann und diese relativ preiswert anbieten kann. Versandzeit und Kosten sind absolut im Rahmen.

Purplemarine Webseite

SeaSure Webseite – Seite ist etwas gewöhnungsbedürftig. Wenn aber jemand Etap Ersatzteile sucht, den dürfte das allerdings nicht stören.

Woodrolfe

ist ein kleiner Betrieb in Essex an dem ich, damals vollständig mit anderem Fokus, bereits vorbeigeschlendert bin. Er liefert an Bubel und wenn Du aus DE bestellst wird er an Bubel verweißen. Außerhalb der BRD (NL/UK) ok.

Woodrolfe Website Etap Partse

Etap Spareparts Preisliste aus 2011. Wohl die letzte offizielle Version. Lediglich als Orientierung. Die Part Nummern sind größtenteils im Eignerhandbuch auffindbar.

2011-08-10-spare_-parts_-ref_-pricelist-incl_-vat21

Delta Yacht in den Niederlande können auf Anfrage so ziemlich jedes Teil liefern oder anfertigen lassen. Hat seinen Preis aber auch seine Qualität

Delta Yachts Webseite

Dekker – Ebenfalls in den Niederlanden und falls Du neue passende Scharniere suchst. Übrigens ist das Sortiment von Dekker sehr gut ausgewählt. Nicht nur für Etap Segelboote.

Dekker Webseite

to be continued / wird ständig gepflegt ……

Also wenn ihr, wenn Du eine weitere Quellen kennst. Falls es sich nur um ein Bauteil handelt, bitte her damit! Als Kommentar oder per Mail kannst DU damit anderen helfen ihre Zeit mit Segeln und nicht mit Internet Recherchen zu genießen! 🙂

 

 

Armor-X Wasserdichte Ipad Halterung

So schaut die Armor-X Halterung aus wenn sie bombenfest an der Bente 24 angesaugt ist.

Ich konnte die Halterung bei unserem Bente Ausflug testen und habe gemischte Gefühle.

Armor-X – Saughalterung

Die Halterung wird mittels Saugfuß an einer ebenen Fläche festgesaugt. Man hat da schon so seine Bedenken wenn man in der Welle stampft und die Saugfläche doch relativ klein erscheint. Aber kein Thema, das Teil hält bombenfest! Egal ob vertikal, horizontal oder auf nicht ganz glatten Oberflächen. Sehr gut!

Armor-X – Wasserdichtes Gehäuse

Ich habe nicht versucht das Gehäuse unter Wasser zu halten. Obgleich der Hersteller sagt das Gehäuse sei wasserdicht. Ich traue der Dichtung nicht. Diese ist die weiche (gummiartig) Unterschale in die die Oberschale „einrastet“. Man muss nach dem Zusammenfügen die Kante gut und gleichmäßig festdrücken damit es zumindest optisch ein gutes Gefühl gibt.

Ohne Ipad habe ich den Unterwassertest im Waschbecken gemacht. Alles dicht. Und dennoch würde ich jetzt nicht mit dem Gehäuse schwimmen, geschweige denn tauchen gehen. Sitzt die Oberschale nicht rundum akkurat, dürfte das feucht werden.

Armor-X – Bedienung

Das Einsetzen des Ipads ist easy. Die Dichtung rundum anpressen macht man eben einmal ordentlich beim „Einpacken“. Die Anschlüsse für Strom und Kopfhörer sind über die Abdeckungen gut erreichbar, dann ist das Ganze natürlich nicht mehr wasserdicht.

Das Gehäuse hat eine Plastikfolie die über dem Ipad Display liegt. Die Bedienung mit den Fingern wird durch die Folie erschwert. Ich würde sagen das man ca. 30% weniger Kontrolle durch die Folie hat. In den Randbereichen noch weniger. Gesten sind davon am meisten betroffen. Das Hineinzoomen in eine Karte ist schwer und umständlich.

Somit ist die Kombination bei der Navigation eher in Richtung lesend zu betrachten. Zur Planung oder weiterer Aktivitäten holt man das Ipad aus der Hülle.

Armor-X – Display

Eigentlich ist es ja nicht das Display sondern die Beeinflussung der Display Qualität durch die darüber liegende Folie.

Es Spiegelt ungleich mehr. Bei Sonneneinstrahlung wird das Bild des Ipad Air 2, welches zu den sehr guten gehört, annähernd unlesbar. Ohne Abschattung ist eine Navigation nach Karte bei Sonne fast unmöglich.

Eine geplante Navigation die nach Wegpunkten und Kompass navigiert kann man durchaus verfolgen. Da der große Teil der Informationen auf einem Navigations Kartendisplay im Fahrtmodus sowieso überflüssig ist, reicht die Qualität.

Mit schlechteren Displays kann ich mir das allerdings dann nicht mehr vorstellen.

Armor-X – Qualität

Über die Haltbarkeit der Displayfolie kann ich nichts sagen, habe hier aber echte Bedenken. Da ein Tablet-Technologierefresh aber sowieso alle 2-3 Jahre erfolgt und das neue Tablet dann natürlich auch eine neue Hülle benötigt, dürfte es für den Freizeitsegler durchaus ok sein. Ansonsten ist die Verarbeitung gut!

Bente 24 – Schleswig Ahoi!

HIER gehts zum Reisebericht!

Nächste Woche starten wir zur Bente 24 Tour auf der Schlei und Ostsee. Ich bin schon sehr gespannt auf das Boot, aber noch ein Stückchen mehr auf die Schlei. Yachtcharter Renz hat wohl eine der ersten oder die erste Serien Bente 24 ausgeliefert bekommen. Das Boot ist somit relativ neu.  Ich hab allerdings so eine kleine Bastel-Vorahnung 🙂 Egal. Das Segeln steht im Vordergrund und die aktuellen Bentes sollen ja bereits „erwachsen“ sein.

Die Ostsee….

Kieler Woche noch ohne Bente 24

An der Schlei liegen ja weitere Bentes und vielleicht schaffen wir einen Blick in eine aktuellere Baunummer der Bente 24 zu werfen.

Zur Einstimmung….

Und hier die Sprizz, die Charterbente von Renz

Auf jeden Fall sind die Taschen fast gepackt und der Gennaker liegt auch bereit. Laut Renz haben sie nur einen zu kleinen Gennaker für die Bente 24. Unserer ist zwar auch nicht ein Riese, aber 38 m² sind nur 2 weniger als der Standard Gennaker der Bente 24.

Wir werden in Schleswig starten. Erstmal eine Nacht im Hotel zum sündhaft teuren Hochsaison Preis übernachten. Am Übergabetag noch Käptn Blaubär mit an Bord nehmen und ertsmal auf der Schlei das Boot kennen lernen.

Das Wetter in der Vorhersage

Ist ja schon etwas vermessen drei Tage im Voraus nach den Wetterverhältnissen zu schauen. Aber so isses nunmal.

Weatheronline.de ist nach meiner Meinung übrigens die beste Wetterquelle. Viele Modelle vergleichbar, alle Werte bis ins Detail. Nicht ganz einfach in der Übersicht aber sehr informativ. Nicht alles davon verstehe ich, aber immer mehr 🙂

Freitag: SSO mit 10-15 Knoten

Samstag: NNW mit 5-10 Knoten

Sonntag: O mit 10 Knoten

Montag: WSW mit 5-10 Knoten

Ganz schöne Dreherei 🙂

 

Die Routenplanung

Eigentlich, und bei der aktuellen Wind Vorhersage, wären das unsere Routen (ca.)

Bente 24 - Die Routen

Von Schleswig mit roter Route startend wäre die grüne Route dann am Sonntag dran.  Mit Wind aus Ost Nord Ost wird das ein wilder Ritt unter Gennaker. Freude. Mal sehen ob die Vorhersage Bestand hat. 10 Knoten sind für unseren Leichtwind Gennaker in Ordnung. Mal sehen was das Bentchen so spricht.

 

to be continued………

24h Regatta die 2.

Geschafft! Meine zweite 24h Regatta des 1. WSC am Brombachsee ist geschafft. Diesmal mit heilen Segeln und bei absolutem Top Wetter. Aber mal der Reihe nach…..

Im letzten Jahr war die Teilnahme der Wilden Ente unter einem eher schlechten Stern. 35 Knoten Wind beim Start, gerissenes Großsegel, kein Downwind Beschleuniger uvm. Am Ende haben wir in Stunde 21 oder 22 dank erneut übelster Wind- und Wetterverhältnisse das Ganze abgebrochen.

Das Ziel, eine 24h Regatta zu Ende zu bringen und einigermaßen ordentlich und ohne Verluste 🙂

Der Tag begann mit der Anfahrt nach Enderndorf. Thorsten und ich waren guter Dinge. In Enderndorf angekommen schnell das Boot gerichtet und allen Balast verbannt. Ab nach Ramsberg und nach dem Anlegen schnurstracks ins Vereinsheim des 1. WSC.  Jörg kam dann auch noch dazu und die Crew der Wilden Ente war komplett.

Die Skipper-Besprechung war kurz und knapp. Der Kurs zum letzten Jahr verändert, sprich die Tonnen lagen dieses mal im Enderndorfer „Windloch“ und nahe des ehemaligen Pleinfelder Hafens. Wohl dem der ein leichtes Boot und viel Segelfäche Am Wind zur Verfügung hat.

Der Start wird Downwind gesegelt und die Maßgabe beim Start keine großen Tücher fliegen zu lassen haben wir für bis zur ersten Tonne interpretiert. Unser erster Fehler. Schnell die Anmeldegebühr entrichtet und zurück aufs Boot.

Während sich die anderen Boote regattalike auf Halbwindkurs den Wind auf Startlinienhöhe geteilt haben, habe ich fleißig die Schoten und Falls, Wechsel der Segel usw. erklärt. Gennaker hatten wir keinen montiert da bis zur ersten Tonne ja Gennaker-Verbot herrschte. Wie sich rausstellte galt das nur für das Überfahren der Sartlinie. Wir haben einigermaßen verblüfft geschaut als die Tücher nach dem Start nach oben gingen. Start? Welcher Start? Wir warteten noch immer auch das 5 Minuten Signal. Ok, ich gehe davon aus das wir das überhört haben und somit das Startsignal das kurz vor 12 Uhr gegeben wurde… ach was ein Rotz! Den Start haben wir also schonmal verpatzt! Nun könnte man denken das das bei einer 24h Regatta nicht sooo schlimm ist. Weit gefehlt, wenn Boote identischer Yardstick Klasse gut gesegelt werden, dann ist der Start eben ein Baustein einer guten 24h Regatta.

Als wir gemerkt hatten das nun doch alle den Gennaker/Spi ziehen haben wir erst überlegt ob es Sinn macht für die Strecke. Natürlich macht es Sinn und so war diese Diskussion eigentlich überflüssig. Also den Topdown Furler rausgeholt, den Code 0 runtergenommen und den Gennaker gesetzt. Zum ersten Mal in dieser Besetzung. Was soll man sagen.. hätten wir mal schön den Code 0 oben gelassen 🙂

Klar war und ist, mein Gennaker ist ein Leichtwind Tuch mit maximaler Größe. Vielleicht etwas zu groß obgleich er sich in den Größen des Eignerhandbuches bewegt. Bis 8 oder  Knoten Wind einfach zu handlen und gut einzurollen. Darüber wird es schwierig. Wenig Übung in der Crew und „Grande Chaos“. Das Tuch macht was es will und aufgescheuchte Hühner bringen das Boot in eine unruhige Lage was das Segel in heftigen Reaktionen retournierte.

Merke, Ruhe bewahren, keine extremen Gewichtsverlagerungen wenn das Tuch noch nicht steht. Aber vor allem „Übung macht den Meister“!

An der ersten Tonne gings dann mit Code 0 und ordentlich Wind weiter. Unser Rückstand lag hier bereits bei 1/2 Am Wind Strecke. Aber ertsmal segeln, den Start verdauen und schauen das wir ordentlich Höhe und Speed laufen. In den kommenden Runden zeigte es sich das der Code 0 ebenfalls ab einer gewissen Windstärke  eingeholt werden muß da die Höhe eben nicht mehr ideal ist. Die Arbeitsfock liefert hier ein wesentlich besseres Ergebnis ab ca. 10 Knoten Wind nur leider liefert sie zu wenig Speed.

Mein Augenmerk hatte somit erstmal das Großsegel. Achterliekstrecker, Unterliekstrecker, Cunningham, Vorliekspannung. Alles stand perfekt. Die Windfahnen zeigten es an und der Speed war für das Boot sehr ordentlich.

SPEED – 24h Regatta

Die Auswertung der Logge sagt max. Speed bei 6,9 Knoten. GPS Tracking sagt 7,8 Knoten max. Speed. Ich gehe davon aus das die 7,8 Knoten bei den Beschleunigungskurven unter Code 0 erreicht wurden. „Sauschnell“ in der Spitze aber im Mittel eben nicht gut genug.

Der Samstag nachmittag ließ uns in identischem Abstand zu identischen Yardstick Klasse Booten segeln. Klaus, ein Stegnachbar war dabei meine Referenz. Immer schön den gleichen Abstand. Mal etwas näher, mal etwas weiter. Vor allem an der Tonne im Enderndorfer Windloch gabs entscheidende Veränderungen. Ein eventueller Vorteil, den man auf der Am Wind Strecke erzielt hat wurde regelmäßig zunichte gemacht indem alle vor der Tonne standen und bei 0-1 Knoten Wind auf die erlösende Böe gewartet haben.

Der Abend rückte näher und der Brombachsee lieferte guten Wind und schöne Stimmungen.

 

When the night comes – 24h Regatta

Na da hat man erstmal Hunger. Die Nudeln mit leckerer Bolognese like Soße (vegetarisch) und für jeden ein Glas Wein lieferten die Grundlage für eine lange Nacht.

 

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Gutes Essen hält Leib und Seele und am Ende die Crew bei Laune.

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Die erste Schicht übernahmen Thorsten und Jörg. Ich legte mich in die Koje und naja, geschlafen eher weniger. Ausgeruht! Die Geräusche der Winschen, des gesamten Bootes habe ich nicht ausblenden können. Zu viel Gedanken, zu viel „was machen die beiden wohl gerade…..“ 🙂

Ausgeruht war ich dann trotzdem um 3:30 Uhr wieder an Deck. Und nach den üblichen morgendlichen Ritualen wie Zähne putzen und nicht ins Wasser fallen beim am Heck stehend ….. legte sich Thorsten und dann auch Jörg in die Koje.

Die kommenden Stunden waren einfach nur traumhaft. Ganz guter Wind, die Stimmung auf dem See bei Nacht und ich kam ganz gut an Klaus ran. In einer Runde hatte ich ihn auf vielleicht 100 Meter vor der Luv Tonne und dann die einzig echte Flaute der Nacht. Also meine Privatflaute! Und Klaus zog mit einer Brise von dannen. So ist das eben beim Segeln.

Überhaupt muss ich mal meinen Hut ziehen vor den beiden Seglern die sich die Regatta als „mal sehen ob wir das in unserem Alter noch schaffen“ vorgenommen haben. Und wie sie das geschafft haben. Erfahrung ist eben alles und so segelten die beiden konstant und anscheinend jede Böe persönlich kennend ein wie ich meine super Rennen. Überhaupt habe ich in der Nacht gemerkt das weniger meist mehr ist. Kurs konzentriert halten, sich auf das Wetter bzw. den Wind konzentrieren, beobachten und auch von den Kollegen auf den anderen Booten abkupfern. Keine Hektik mit hin- und her Probiererei. Ruhe im Boot und immer eine ordentliche Segelstellung.

Ich hatte die Ruhe der Nacht und das war die beste Zeit die ich in den letzten 3 Jahren Großer Brombachsee segelnd erlebt habe. Alleine dafür hat es sich wieder gelohnt.

Das „Versorgungsschiff“ legte an Luv an und brachte Kaffee, Sweet, Getränke.  Da ich noch alleine an Deck war haben die Mädels sich für einen späteren, weiteren Besuch angekündigt. Sehr gerne doch!

Mit den Morgenstunden kam ordentlich Wind und die Abstände waren wieder so wie nach der ersten Runde.

Und der Wind frischte weiter ordentlich auf. Zumindest in den untern 2 Dritteln des Sees.  Hier kamen wieder die Faktoren Höhe und Speed zum Tragen. Mit Höhe konnten wir auf Am Wind durchaus punkten, mit Speed leider nicht. Ich habe es ja bereits geschrieben, mit Arbeitsfock ist die Wilde Ente einfach nicht wild genug. Bei > 12 Knoten Wind liefert der Code 0 zu viel Abdrift. Und so sahen wir Klaus der kontinuierlich seine Abstand vergrößerte.

Klaus, was hast Du direkt unter Land für eine Privatdüse gebucht? 🙂 Wir sahen wie er direkt unter Land Höhe lief wie geschnitten Brot. Ok, ich weiß ja das Klaus kein Internet nutzt aber ich werde Dich da spätestens kommendes Wochenende löchern 😉

Bei unserer letzten Strecke wurde die Tonne abgebaut bevor wir sie zur Wertung erreicht haben. Wir liefen den Enderndorfer Hafen an und legten uns in die Box. Da es eine nicht so gute Nachricht von zu Hause gab, haben wir uns kurz nach dem Anlegen in Richtung Heimat aufgemacht. Siegerehrung war nicht und das fand ich sehr schade weil ich schon einige Fragen an die anderen Skipper gehabt hätte. Aber es gibt eben Dinge im Leben die Priorität haben.

Die Regatta hat mir aber ganz klar gezeigt wo ich definitiv arbeiten muss und natürlich auch das eine Etap 21i andere Vorzüge hat :-).

Aber um das Ganze am Ende auf den Punkt zu bringen: SAUGEIL!

 

 

Top Down Furling Gennaker

Meine Top Down Furling Anlage ist im Umbau!

So, nun ist alles erstmal wieder abgebaut. Der schöne Gennaker Rüssel, der Roller, die Endlosleine, alles weg.

Furler

Die ersten Versuche den Gennaker sauber zu setzen und zu bergen sind gescheitert. Nein, am Gennaker liegt es nicht. Schönes großes Tuch in gewohnter Narwal Qualität. Das Maß passt haargenau mit dem weiter oben angeschlagenen Block. Nur die Anti Torsionsleine ist zu kurz.

Durch die zu geringe Länge wird das Tuch viel zu bauchig und kann dadurch in keinster Weise gerollt werden. Das war Lektion 1 die gleich wieder mit € 130,- zu Buche schlägt.

Bei Liros im Expressverfahren ein neues 10.5er EVO geordert, diesmal in der richtigen Länge.

Top Down Furling wurde in den ersten Zeiten relativ einfach über eine längere Leine am Segelhals gelößt. Oben eng an der Leine angeschlagen wickelt das Segel sich von oben nach unten ein. Die längere Leien am Segelhals sorgt dafür, das das Segel erst sehr spät von unten wickelt. Mindestens so spät, daß der Bauch des Gennakers bereits von oben weggewickelt wurde.

Dies setzt voraus das dasTop Down Furling eine Anti-Torsionsleine verwendet die ihrem Namen gerecht wird. Die Liros AT Evo Leine tut das definitiv nicht. Die Leine macht unten 4-5 Umdrehungen bevor sie sich oben rührt. Selbst bei destruktiver Spannung auf der Leine ist nichts zu machen. Natürlich hab ich es auch ohne Spannung versucht – Dito.

So bekomme ich maximal ein schönes Bonbon hin und habe nach einigen Versuchen, an zwei Tagen, abgebrochen.

Ich verstehe nun die Kommentare bei Selden die die Liros Produkte hier nicht mehr nutzen.

Aber was tun? Den Segelhals mit noch längerer Leine anbinden macht überhaupt keinen Sinn! Nochmals eine andere AT-Leine? Von Selden sind das ca. 250 Euro,- oder den Furler austauschen.

Am Ende ist der Plan den Furler gegen einen echten Top Down Furling Furler (Rollanlage) auszutauschen gewählt. Den wer weiß denn ob es mit der Selden AT funktioniert.

Top Down Furling Systeme gibt es wohl noch nicht soooo lange. Die Preise dafür sind enorm. Aber wo liegt der Unterschied? Ganz einfach, beim normalen Furler gbt es ein Auge an das ich den Segelhals oder eben die AT-Leine anschlage und gut. Alles was da dranhängt dreht immer mit. Der Top Down Furler hat hier einen zusätzlichen „Ring“ aufgesetzt der frei läuft. Er ist mit Rollen oder Kugellager um die eigentliche Achse angebracht und dreht nicht mit. Hier wird der Segelhals angeschlagen und bleibt somit „unberollt“.

Dadurch wird ein komplettes Einrollen Top-Down, also von oben ermöglicht.

Gutes Beispiel auf den Seiten von Quantum Sails.

Der Furler der Wahl wird ein Bartels. EInfach weil der Bartels der preiswerteste Top Down Furling ist. Die anderen Marken setzen erst bei größeren Modellen auf die zusätzliche Top-Down Erweiterung.

Top Down Furling Bartels Das rote ist der Halswirbel der um die vertikale Achse frei drehbar ist.

Die Leine zum Gennaker Segelhals wird am roten Bügel angebracht und dreht somit nicht mit wenn sich der Furler dreht und somit die AT-Leine .

Leider gibt es das bei Bartels auch nur ab Größe 2, den FE2-HW plus Halswirbel. Den FE1 gibt es nur ohne Halswirbel – wäre doch ne Idee, gerade die vielen kleinen Binnensegler haben doch Bedarf an rollbaren Segeln. Das Verhältnis Seemeile zu Anzahl Mannöver liegt auf einem Binnensee, wenns nicht gerade der Bodensee oder die Müritz ist, doch wesentlich höher als bei einem Offshore-Segler.

Nun aber erstmal in den Urlaub (leider ohne die Wilde Ente) und danach geht es mit frischem Elan weiter.

Falls jemand meine Rollanlage bzw. den Roller brauchen kann, für alles außer Top-Down ist er bestens geeignet. Einfach melden! Gebe ihn neben 7.5 Meter Endlosleine günstig ab.

Etap 21i Gebrauchtboot

Ein Etap 21i Gebrauchtboot muss bewertet werden. Ich nehme Simons Kommentar zum Anlass meine Erfahrungen mit unserer Etap 21i, im Hinblick auf einen Gebrauchtboot-Kauf wiederzugeben.

Auf was soll ich beim Kauf eines gebrauchten Bootes achten liest man sehr oft. Es gibt allgemeine, Werft spezifische und Modell spezifische Prüfpunkte. Ich kann nur und ausschließlich für mein Etap 21i Modell nebst Baujahr und Ausführung sprechen.

Vielleicht fange ich so an. Was würde ich prüfen würde ich heute ein Etap 21i Gebrauchtboot kaufen. Der allgemeine Zustand ist klar. Ansonsten gibt es IMHO nicht viel was an Defekt verschleiert werden könnte.

Anti-Rutsch Pads. Kleben sie noch flächig, sind sie bald zu ersetzen (Original ca. 800,- plus 4h Arbeit oder beschichten (ca. 150,- plus 10h Arbeit)

Risse an den Ruderbefestigungen. Existieren Risse um die untere Ruderbefestigung die bis unter die Wasserlinie gehen. Wenn ja, dann müssen die beim Etap 21i Gebrauchtboot behoben werden. Oberhalb der Wasserlinie ist es eher kosmetisch. Bei heftigen Rissen (alles über Haarrisse) ist das dann kein Spaß mehr und müsste tiefgründig repariert werden.

Antifouling. Wenn der Zustand beim Etap 21i Gebrauchtboot nicht gut ist, sprich es blättert ab etc. (siehe Menü Enten Refit) muss man mit 2500,- rechnen wenn man es machen lässt oder mit 400,- plus 5 Tage Arbeit. bei glatter AF Fläche und bekannter AF Beschichtung (Belege) ist es easy. Grundsätzlich würde ich den Aufbau erfragen, besser die Rechnungen einsehen.

Dichtheit. In der Kajüte die Bodenplatten entfernen und auf Wasser prüfen. War bei mir ok und ich kenne auch keinen Fall wo es nicht ok war. Aber ist schnell gemacht. Ebenso unter das Waschbecken schauen. Dort sind die Geber für LOT/Logge.

Was etwaigen vollgesaugten Schaum anbelangt – no Problem. War bei der 21i nie und wird dennoch immer wieder ausgetreten.

Elektrik. Alle Schalter an und die Sicherungen und Funktion checken. Die Funktion der Laterne auf dem Masttop würde ich mir, wenns grad taghell ist oder de Mast liegt, im Vertrag zusichern lassen. Birnchen ist schnell getauscht, andere Reparaturen sind durchaus teuer oder langwierig.

Deck. An Deck hat ein Etap 21i  Gebrauchtboot eine Riffelstruktur. die kleinen erhabenen Punkte werden zwangsläufig irgendwann „abbrechen“ bzw. bei Belastung abgeschert werden. Wenn es zu viele Sind (Bauchgefühl) sollte man sie anschleifen und lackieren da sonst u.U. Feuchtigkeit eindringen kann.

Rumpf. Der Rumpf einer Doppelschale sieht immer ein wenig dellig, wellig aus. Das ist bei allen älteren Etap 21i und größeren Etaps so.

Furler. Wenn vorhanden würde ich mir den anschauen und prüfen ob er ordentlich gewartet / gepflegt wurde.

Segel. Sind alle Mastrutscher am Segel, sind die Reffs nebst Kauschen ok.

Das wars dann eigentlich auch schon. Vielleicht beim ersten Boot etwaigen Staub und Dreck im Winterlager nicht zu wichtig nehmen.  Laufendes Gut und stehendes Gut inspiziert man natürlich genau. Da gibt es aber keine Besonderheiten

Ansonsten gibt es einige Etap 21i Nutzer die in den diversen Foren oder auch den Niederländischen Etap Club um Fragen zu stellen. Am besten immer mit nem aussagekräftigen Bild.

Etap 21i Gebrauchtboot

Gennakerbaum Etap 21i Teil 2

Juhuuu! Der Gennakerbaum ist vom Pulverbeschichten zurück und schaut wie gemalt aus. Hat etwas länger gedauert als erwartet aber was solls, der Winter ist noch nicht vorbei und so ist viel Zeit.

Die Teile sind fast alle anmontiert und so zeige ich einige aktuelle Schnappschüsse der Konstruktion. An bzw. auf den Barton Rutscher wird der Furler befestigt, dazu müssen aber noch 2 X 0,5 mm vom Auge abgefräst werden.

Die Leine ist nicht final. Ich werde eine 4mm Leine von Liros befestigen. Diese läuft rund und endet jeweils am Rutscher bzw. dem Furler. Somit habe ich am hinteren Ende des Gennakerbaum kein „Getüddel“. Man bringt den Rutscher in Position, greift hinten in die Leine und belegt sie mit einem Zug in die Klemmen.

Aktuell gibt es noch das Thema der Stabilität im montierten Zustand. Eigentlich sollte die Arretierung am Bugspriet sowie die Befestigung hinten plus der Zug der Anti-Torsionsleine nach oben genug Stabilität bringen. Bei Halbwind Kurs dürfte der Zug zur Seite aber doch recht ordentlich sein. So ist die Idee den Gennakerbaum noch seitlich abzuspannen. Hmmh, das wird dann komplex und nicht mehr auf die Schnelle montierbar. Der Winkel vom vorderen Ende des Gennakerbaum zu etwaigen seitlichen Befestigungen am Boot ist sehr flach. Da kommt einiges an Newtonmeter zusammen. Aber wahrscheilich ist es am Besten erstmal mit der Version zu testen. Ich kann es kaum erwarten 🙂

EDIT!

Den Rutscher habe ich mit der Flex (Schrubscheibe) „kleingekriegt“. Furler montiert und Voilá!

Die Hintere Halterungsplattte die am Bugkorb mit einem Klappbolzen befestigt wird, habe ich mit 4 Gartenschlauch Stücken stabilisiert. Kein Geklapper mehr.

So ein Mist, es ist fertig!

 

 

Gennakerbaum – es geht weiter

Etap 21i Gennakerbaum. Es hat einiges an Zeit gekostet bis ich meine Lösung für einen idealen Gennakerbaum skizziert hatte.  Ich hatte ja in einem anderen Beitrag bereits die Vorstufen, quasi die Evolution gezeigt.Gennakerbaum

Die finale Variante schaut in der Zeichnung so aus. Ein Rohr welches an einem Beschlag am Bugkorb befestigt wird und durch eine Nut auf der Unterseite in meinen modifizierten Bugspriet einhakt.

Im zweiten Bild habe ich den spitz zulaufenden Bugspriet nochmals detaillierter. Die Nut an der Unterseite des Rohrs ist so lange wie der rote Strich. Das Rohr wird quasi von vorn eingehakt. durch die Befestigung am Bugkorb kann es nicht mehr nach Gen2vorn und hat so an der vorderen Schräge des Bugspriets Halt. Das wackelt ohne Zug natürlich etwas hin und her, deshalb die Abspannung nach unten. Mit dem Zug des Segels dürfte es dann die notwendige Festigkeit bekommen.

Die Nachfolgenden Bilder zeigen das Rohr das bereits mit fast allen notwendigen Löchern versehen ist, die T-Schiene, die Umlenkung und den Schlitten. Den Furler sieht man auch. Was fehlt ist eine stabile Befestigung zwischen Schlitten und Roller. Ich hab das mal mit dem Flachschäkel angedeutet. Alternativen sind unterwegs, bin gespannt. Man soll nicht glauben was so ein kleines VA Teil kosten würde wenn man es anfertigen läßt. Nachdem ich ja Geld sparen will, habe ich mir einen passenden, sehr breiten Flachschäkel bestellt.

Gennakerbaum Schiene Gennakerbaum Schiene und Furler Gennakerbaum Schiene Gennakerbaum Schiene und Schlitten

Das Aluminiumrohr hat einen Durchmesser von 60mm und is exakt 1000mm lang. Die Oberfläche des Gennakerbaum wird pulverbeschichtet. Zuerst fehlen aber noch die letzten 4 Löcher um die Bugkorb-Halterung anzuschrauben. Dann gehts zu ECKLA, einem Pulverbeschichter in der Nähe.

Vorne kommt dann noch ein Kunststoff Stopfen / Endstück drauf und dann alle Befestigungen werden geschraubt. Das Schrauben erscheint erstmal schwierig da man jaRaetschenkonstruktion mit der Mutter tief ins Rohr rein muss und da passt keine Hand durch. Deshalb eine kleine Hilfskonstruktion aus Rätsche und Holzstab. Etwas Klebeband und voilá, man kommt soweit der Holzstab trägt. Man muss dann in der Mitte anfangen zu schrauben. Und der Gennakerbaum ist fast fertig.

 

 

Lieder am See 2016 – 5.-6. August 2016

Lieder am See – Für diese klasse Veranstaltung muss man einfach Werbung machen. Konzert Lieder am See am Brombachsee am Hafen in Enderndorf. Klasse Kulisse, top Organisation und starke Bands. Dieses Jahr geht es schon Freitags los mit der Aufzeichnung eines MTV unplugged. Cro. Ok, das muss ich jetzt nicht haben aber vielleicht ein schöner Kontrast zum Programm von Lieder am See am Samstag. Denn das ist wieder mal genau auf meine Generation zugeschnitten worüber ich mich natürlich freue. 80/90er Jahre.

Foreigner

Marillion

Manfred Man´s Earth Band

und zwei weitere n.n.

Im letzten Jahr konnten wir bei massivem Regen The Sweet genießen. Party On! Ten Years After war ebenfalls ein Hammer. Ok, bei Albert Hammond hatten wir Zeit was zu Essen und Golden Earring fiel ziemlich ins Wasser. Von daher muss es in diesem Jahr einfach top werden.

Hier gehts zur offiziellen Seite. Kommt zahlreich und genießt auch die kulinarischen Köstlichkeiten (auch vegetarisch 🙂 )