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VERKAUFT

Die Wilde Ente konnte heute in gute Hände verkauft werden. Wer weiß, vielleicht bleibt sie ja sogar am Großen Brombach See – würde uns natürlich sehr freuen.

 

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Somit ist die Suche nach der „Noch wilderen Ente“ gestartet!

 

24h Regatta die 2.

Geschafft! Meine zweite 24h Regatta des 1. WSC am Brombachsee ist geschafft. Diesmal mit heilen Segeln und bei absolutem Top Wetter. Aber mal der Reihe nach…..

Im letzten Jahr war die Teilnahme der Wilden Ente unter einem eher schlechten Stern. 35 Knoten Wind beim Start, gerissenes Großsegel, kein Downwind Beschleuniger uvm. Am Ende haben wir in Stunde 21 oder 22 dank erneut übelster Wind- und Wetterverhältnisse das Ganze abgebrochen.

Das Ziel, eine 24h Regatta zu Ende zu bringen und einigermaßen ordentlich und ohne Verluste 🙂

Der Tag begann mit der Anfahrt nach Enderndorf. Thorsten und ich waren guter Dinge. In Enderndorf angekommen schnell das Boot gerichtet und allen Balast verbannt. Ab nach Ramsberg und nach dem Anlegen schnurstracks ins Vereinsheim des 1. WSC.  Jörg kam dann auch noch dazu und die Crew der Wilden Ente war komplett.

Die Skipper-Besprechung war kurz und knapp. Der Kurs zum letzten Jahr verändert, sprich die Tonnen lagen dieses mal im Enderndorfer „Windloch“ und nahe des ehemaligen Pleinfelder Hafens. Wohl dem der ein leichtes Boot und viel Segelfäche Am Wind zur Verfügung hat.

Der Start wird Downwind gesegelt und die Maßgabe beim Start keine großen Tücher fliegen zu lassen haben wir für bis zur ersten Tonne interpretiert. Unser erster Fehler. Schnell die Anmeldegebühr entrichtet und zurück aufs Boot.

Während sich die anderen Boote regattalike auf Halbwindkurs den Wind auf Startlinienhöhe geteilt haben, habe ich fleißig die Schoten und Falls, Wechsel der Segel usw. erklärt. Gennaker hatten wir keinen montiert da bis zur ersten Tonne ja Gennaker-Verbot herrschte. Wie sich rausstellte galt das nur für das Überfahren der Sartlinie. Wir haben einigermaßen verblüfft geschaut als die Tücher nach dem Start nach oben gingen. Start? Welcher Start? Wir warteten noch immer auch das 5 Minuten Signal. Ok, ich gehe davon aus das wir das überhört haben und somit das Startsignal das kurz vor 12 Uhr gegeben wurde… ach was ein Rotz! Den Start haben wir also schonmal verpatzt! Nun könnte man denken das das bei einer 24h Regatta nicht sooo schlimm ist. Weit gefehlt, wenn Boote identischer Yardstick Klasse gut gesegelt werden, dann ist der Start eben ein Baustein einer guten 24h Regatta.

Als wir gemerkt hatten das nun doch alle den Gennaker/Spi ziehen haben wir erst überlegt ob es Sinn macht für die Strecke. Natürlich macht es Sinn und so war diese Diskussion eigentlich überflüssig. Also den Topdown Furler rausgeholt, den Code 0 runtergenommen und den Gennaker gesetzt. Zum ersten Mal in dieser Besetzung. Was soll man sagen.. hätten wir mal schön den Code 0 oben gelassen 🙂

Klar war und ist, mein Gennaker ist ein Leichtwind Tuch mit maximaler Größe. Vielleicht etwas zu groß obgleich er sich in den Größen des Eignerhandbuches bewegt. Bis 8 oder  Knoten Wind einfach zu handlen und gut einzurollen. Darüber wird es schwierig. Wenig Übung in der Crew und „Grande Chaos“. Das Tuch macht was es will und aufgescheuchte Hühner bringen das Boot in eine unruhige Lage was das Segel in heftigen Reaktionen retournierte.

Merke, Ruhe bewahren, keine extremen Gewichtsverlagerungen wenn das Tuch noch nicht steht. Aber vor allem „Übung macht den Meister“!

An der ersten Tonne gings dann mit Code 0 und ordentlich Wind weiter. Unser Rückstand lag hier bereits bei 1/2 Am Wind Strecke. Aber ertsmal segeln, den Start verdauen und schauen das wir ordentlich Höhe und Speed laufen. In den kommenden Runden zeigte es sich das der Code 0 ebenfalls ab einer gewissen Windstärke  eingeholt werden muß da die Höhe eben nicht mehr ideal ist. Die Arbeitsfock liefert hier ein wesentlich besseres Ergebnis ab ca. 10 Knoten Wind nur leider liefert sie zu wenig Speed.

Mein Augenmerk hatte somit erstmal das Großsegel. Achterliekstrecker, Unterliekstrecker, Cunningham, Vorliekspannung. Alles stand perfekt. Die Windfahnen zeigten es an und der Speed war für das Boot sehr ordentlich.

SPEED – 24h Regatta

Die Auswertung der Logge sagt max. Speed bei 6,9 Knoten. GPS Tracking sagt 7,8 Knoten max. Speed. Ich gehe davon aus das die 7,8 Knoten bei den Beschleunigungskurven unter Code 0 erreicht wurden. „Sauschnell“ in der Spitze aber im Mittel eben nicht gut genug.

Der Samstag nachmittag ließ uns in identischem Abstand zu identischen Yardstick Klasse Booten segeln. Klaus, ein Stegnachbar war dabei meine Referenz. Immer schön den gleichen Abstand. Mal etwas näher, mal etwas weiter. Vor allem an der Tonne im Enderndorfer Windloch gabs entscheidende Veränderungen. Ein eventueller Vorteil, den man auf der Am Wind Strecke erzielt hat wurde regelmäßig zunichte gemacht indem alle vor der Tonne standen und bei 0-1 Knoten Wind auf die erlösende Böe gewartet haben.

Der Abend rückte näher und der Brombachsee lieferte guten Wind und schöne Stimmungen.

 

When the night comes – 24h Regatta

Na da hat man erstmal Hunger. Die Nudeln mit leckerer Bolognese like Soße (vegetarisch) und für jeden ein Glas Wein lieferten die Grundlage für eine lange Nacht.

 

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Gutes Essen hält Leib und Seele und am Ende die Crew bei Laune.

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Die erste Schicht übernahmen Thorsten und Jörg. Ich legte mich in die Koje und naja, geschlafen eher weniger. Ausgeruht! Die Geräusche der Winschen, des gesamten Bootes habe ich nicht ausblenden können. Zu viel Gedanken, zu viel „was machen die beiden wohl gerade…..“ 🙂

Ausgeruht war ich dann trotzdem um 3:30 Uhr wieder an Deck. Und nach den üblichen morgendlichen Ritualen wie Zähne putzen und nicht ins Wasser fallen beim am Heck stehend ….. legte sich Thorsten und dann auch Jörg in die Koje.

Die kommenden Stunden waren einfach nur traumhaft. Ganz guter Wind, die Stimmung auf dem See bei Nacht und ich kam ganz gut an Klaus ran. In einer Runde hatte ich ihn auf vielleicht 100 Meter vor der Luv Tonne und dann die einzig echte Flaute der Nacht. Also meine Privatflaute! Und Klaus zog mit einer Brise von dannen. So ist das eben beim Segeln.

Überhaupt muss ich mal meinen Hut ziehen vor den beiden Seglern die sich die Regatta als „mal sehen ob wir das in unserem Alter noch schaffen“ vorgenommen haben. Und wie sie das geschafft haben. Erfahrung ist eben alles und so segelten die beiden konstant und anscheinend jede Böe persönlich kennend ein wie ich meine super Rennen. Überhaupt habe ich in der Nacht gemerkt das weniger meist mehr ist. Kurs konzentriert halten, sich auf das Wetter bzw. den Wind konzentrieren, beobachten und auch von den Kollegen auf den anderen Booten abkupfern. Keine Hektik mit hin- und her Probiererei. Ruhe im Boot und immer eine ordentliche Segelstellung.

Ich hatte die Ruhe der Nacht und das war die beste Zeit die ich in den letzten 3 Jahren Großer Brombachsee segelnd erlebt habe. Alleine dafür hat es sich wieder gelohnt.

Das „Versorgungsschiff“ legte an Luv an und brachte Kaffee, Sweet, Getränke.  Da ich noch alleine an Deck war haben die Mädels sich für einen späteren, weiteren Besuch angekündigt. Sehr gerne doch!

Mit den Morgenstunden kam ordentlich Wind und die Abstände waren wieder so wie nach der ersten Runde.

Und der Wind frischte weiter ordentlich auf. Zumindest in den untern 2 Dritteln des Sees.  Hier kamen wieder die Faktoren Höhe und Speed zum Tragen. Mit Höhe konnten wir auf Am Wind durchaus punkten, mit Speed leider nicht. Ich habe es ja bereits geschrieben, mit Arbeitsfock ist die Wilde Ente einfach nicht wild genug. Bei > 12 Knoten Wind liefert der Code 0 zu viel Abdrift. Und so sahen wir Klaus der kontinuierlich seine Abstand vergrößerte.

Klaus, was hast Du direkt unter Land für eine Privatdüse gebucht? 🙂 Wir sahen wie er direkt unter Land Höhe lief wie geschnitten Brot. Ok, ich weiß ja das Klaus kein Internet nutzt aber ich werde Dich da spätestens kommendes Wochenende löchern 😉

Bei unserer letzten Strecke wurde die Tonne abgebaut bevor wir sie zur Wertung erreicht haben. Wir liefen den Enderndorfer Hafen an und legten uns in die Box. Da es eine nicht so gute Nachricht von zu Hause gab, haben wir uns kurz nach dem Anlegen in Richtung Heimat aufgemacht. Siegerehrung war nicht und das fand ich sehr schade weil ich schon einige Fragen an die anderen Skipper gehabt hätte. Aber es gibt eben Dinge im Leben die Priorität haben.

Die Regatta hat mir aber ganz klar gezeigt wo ich definitiv arbeiten muss und natürlich auch das eine Etap 21i andere Vorzüge hat :-).

Aber um das Ganze am Ende auf den Punkt zu bringen: SAUGEIL!

 

 

24h Regatta Brombachsee

SOUND ON/OFF     Small Waves

Am Sonntag Abend sind wir komplett übermüdet zurückgekehrt. Die erste Regatta der Wilde Ente. 24h Regatta Brombachsee, organisiert durch den 1. WSC. Hier mein Bericht.

Was geschah zuvor.

Weil ich immer wieder Probleme mit dem Code 0 hatte, habe ich mir einen neuen Code 0 bei Fareastsails in HongKong bestellt. Die ganze Abwicklung lief einwandfrei und das Lieferdatum vor der 24h Regatta Brombachsee war erreichbar. Mein altes Tuch, das mir bei leichten und mittleren Winden immer genialen Speed gebracht hat (7 kn nach GPS in Italien) habe ich natürlich gleich mal in die Kleinanzeigen gesetzt. Ich hatte nicht wirklich damit gerechnet das das Segel in Windeseile weg geht. Naja egal, das neue Segel ist bereits im Fedex Tracking sichtbar und wird pünktlich ankommen.

Freitag – der Tag vor der 24h Regatta

Die Crew kommt an. Jens und Frank kommen aus Düsseldorf und Hamburg um Spaß zu haben. Klar wissen wir das wir mit nem Yardstick von 113 kein atemberaubendes Meilen-Ergebnis einfahren. Klingeling und der Fedex Mann überreicht mir ein Paket.

Aufgerissen und reingeschaut. Ich hätte Zeder und Mordio schreien können. Die haben den Code Zero ohne Torsionsleine gebaut. Zum klassisch anschlagen und nicht rollen. Absolute Katastrophe. Ohne Rollen ist ein Kreuzen nicht wirklich möglich. Ich ärgere mich und schreibe eine Mail nach HongKong. Ein Zitat aus der ersten Antwort bleibt und wird zum Running Gag. „Peter, we stand behind you!“

Ok, dann eben ohne Code 0 und nur mit der kleinen 8 m² Arbeitsfock.

Bei der Anreise steigert sich unsere Vorfreude und wir kommen gut gelaunt am Steg an. Die Ente klar gemacht und ablegen. Erst mal die Segel checken. Den Code 0 angeschlagen, ein echter Beschleuniger. Aber das An-Abschlagen auf dem kleinen Vordeck der Ente geht einfach nicht. Nicht dran zu denken das Nachts oder bei heftigem Wind zu tun.

Einen Spinnaker haben wir auch an Bord. Einen kleinen Spinnaker. Der war eigentlich zum Testen gedacht ob sich ein Spi und die Bedienung auf der Ente gut macht. Viel zu klein um Performance zu liefern aber hey ein Spi.

Die Besprechung zur 24h Regatta Brombachsee beim 1. WSC zusammen mit den anderen Seglern hat Spaß gemacht. Ein lustiges Völkchen, durchzogen von ein paar ehrgeizigen aber sympathischen Rennziegen-Seglern (Melges etc.). Wir ahnen bereits das unser Boot nicht die geringste Chance hat.

Noch 30 Minuten bis zum Start. Wir sind dabei alles nochmals herzurichten und uns vor zu bereiten. Dann kommt der Wind, mächtig Wind. Der Windmesser zeigt bis 20 Knoten und wir müssen direkt vor dem Start reffen.

Jens ziWP_20150718_002eht das erste Reff an. Man hätte auch checken können ob es am Baum festgemacht ist. Ich rufe, nein ich schreie STOP. Zu spät, die Reffleine ist in den Baum gerauscht und weg. Keine Chance sie ohne Tools wieder durchzuschieben. So ein sch…..

Der Wind wird noch stärker, ab ins zweite Reff. Diesmal erstmal gecheckt, am Baum geknotet und Segel ins 2. Reff runter.

RaaaaatSCH! 

Als wir das Reff anzogen haute eine Böe ins Segel und die Kausch die die Reffleine am Segel befestigt, reißt aus. Die Leine reißt das Segel bis zur Latte runter auf und ich bin kurz vor dem Explodieren.

Der Start ist bereits durch. Wir gehen mit gerissenem Groß im 2. Reff und 8m² auf die Reise der 24h Regatta Brombachsee.

Der Wind hielt die ersten 2 Stunden an und wir entschlossen uns trotzdem nach 1,5 Stunden raus aus dem Reff und Vollzeug. In diesem Moment wurden wir bereits das erste mal überrundet. Unsere Egos sind erwachsen genug das wegzustecken.

 

Der Wind geht auf erträgliche 10 Knoten zurück und wir kreuzen was das Zeug hält. Höhe laufen ist anscheinend nicht die beste Eigenschaft der Ente und man sieht den Verlust pro Schlag. IdR brauchen wir pro Boje 1-2 Schläge mehr als die Rennziegen. Wir segeln ständig bis ans Maximum am Wind, Fock fällt ein und wir verlieren Höhe. Ich würde es ja anderst segeln aber ich bin nicht an der Pinne.

Der Wind ist nun bei ca. 5-6 Knoten und ich vermisse meinen alten Code 0 sehr. Die Etap läuft bei 5 Knoten noch nicht wirklich an. Mit Code 0 sind bei 5-6 Knoten Wind gut 4,5 Knoten Speed drin. So tümpeln wir mit 2-2,5 Knoten und sehen den anderen zu wie sie ihre fetten Beschleuniger setzen. Der erste Gedanke an ein neues Boot schießt mir durch den Kopf. Aber hey, die sind schnell, wir haben bequem Platz unter Deck, 4 gemütliche Betten und … nein, ich hör auf damit.

Es dämmerte und mit der Dämmerung schlief auch der Wind ein. Er schlief tief und fest. Ab und zu ein Schnarcher und wieder zeigte der Windmesser 0.0 Kts.

Ich übernahm die erste Wache und übte mich im Stehen. Für ca 0,6 Meilen brauchte ich in den 3,5 Stunden meiner ersten Wache nicht wirklich viel zu tun. Ein Blick nach rechts, nach 20 Minuten noch ein Blick nach rechts und zweimal das selbe Lagerfeuer auf gleicher Höhe. Die anderen Boote bewegten sich quasi nicht. Man sah nur die Positionslichter, ein Stilleben.

So ging es durch die Nacht. Ich schlief kaum während Jens und Frank ganz gut mit den Matratzen zurecht kamen. Ich dachte zu viel an die Segel, an den Riss und ärgerte mich am meisten über mich selber.

Am Morgen gabs wieder ein wenig Wind. Ich war wohl doch eingenickt als mich das Rattern der Winden weckte. Jens wirbelte an Deck als wären es 5 Beaufort. Hmmh, keine Krängung. Ein Blick nach außen, fast kein Wind aber der Versuch eines Matchraces gegen zwei Rennziegen. Nach der Tonne machte es „Pfooopp“ „Pfooopp“ und die beiden hatten ihre Gennaker gesetzt. Jens schaute etwas neidisch hinterher.

Wachablösung und Frank übernahm die Pinne. Ich gesellte mich recht früh dazu weil schlafen war irgendwie nimmer.

Der Wind frischte auf und eine Zeit lang hatten wir Druck in den Segeln und konnten die Morgenstunden genießen. Die Orga des WSC brachte und Kaffee per Zodiak und irgendwie waren die ersten Qualen vergessen. Als der Wind wieder einschlief waren wir auf halber Strecke zur östlichen Tonne beim ehemaligen Pleinfelder Hafen. Neben uns ein Boot das nicht an der Regatta teilnahm aber trotzdem bereit war, ohne es abzusprechen, ein Matchrace zur nächsten Tonne mitzumachen.

Das Zeitlupen Matchrace!

0.1 Knoten Wind gaben beiden die Möglichkeit alles aus dem Boot herauszuholen. Der Wind drehte ständig um 180 Grad. Aus Luv wurde Lee aus Vorfahrt wurde Raum geben. Sehr lustig und wir unterhielten uns sehr sngeregt mit dem Kollegen an Bord des anderen Bootes. Kurz vor der Tonne, wir hatten Vorfahrt, ein Auffrischen des Windes und das kleinere Boot mit seinen 400 Kilo machte einen Satz und eine Halse um die Tonne währen wir gerade so am loszuckeln waren. Was ein Ärger. Aber nach 100 Metern hatten wir ihn und der auffrischende Wind beschleunigte uns im Rahmen der Möglichkeiten.

Der Wind nahm stetig zu und wir machten gut Fahrt. ein Halbwind Schlag neben zwei Melges zeigte das wir auf halbem Wind Kurs nicht so schlecht liefen. Bei 10 Knoten Wind waren wir annähernd identisch im Speed. Höhe laufen auf Am Wind war ebenfalls im selben Winkel möglich. Hat saumäßig Spaß gemacht zu sehen das die Nußschale doch was drauf hat.

Der Wind nahm wieder zu und es zog eine Regenfront auf. So wie der Himmel aussah dürften wir in keinen 30 Minuten nass werden. Ich sagte den Jungs, Ölzeug und Westen und erzählte wie das so ist am See. Wind, dann kommt der Regen, der Wind schläft ein und dann kommt sie, die Monsterbö.

Wir zogen uns an, der Wind schlief ein und der Regen kam, er kam aus Eimern oder C-Schläuchen und Bäääääääsch, die Monsterbö kam wie geplant. Die Ente legte sich sanft aufs Wasser, kam wieder hoch und wir refften mit Seilen und ab ging die Lutzi. Windgeschwindigkeiten in den Böen bis zu 37 Knoten laut Windmesser eines Kollegen. Ich hatte maximal 28 Knoten auf unserem Windmesser gesehen, hatte aber alles andere zu tun als da drauf zu schauen. Die kommenden Minuten waren echt heftig aber ich war trotzdem erfreut das die Ente das mitmachte. Als der Regen dramatisch zunahm haben wir uns kurz besprochen und wir unterbrachen die Regatta. Ab in den Ramsberger Hafen und festgemacht. Ins Häuschen des WSC und erstmal nen Kaffee getrunken und nen Sanistopp eingelegt.

Nach einer Stunde hörte der Regen auf, wir haben abgebrochen. Es gab ja eineiges zu tun, Segel abschlagen, aufräumen und und und. Wir motorten zurück nach Enderndorf und packten zusammen.

Zurück im 1. WSC zur Siegerehrung applaudierten wir den Gewinnern und nahmen unseren Preis entgegen. Bis auf den dämlichen Witz des Moderators (Chefs?), in Unkenntnis der Ereignisse, mein Boot eine „Lahme Ente“ zu nennen, war alles ganz nett.

Ich freu mich schon auf das Video meines Stegkollegen Gerald der auf Franks schöner „Varuna“ mitgesegelt ist.

In diesem Sinne „Ein Hoch auf uns alle!“

Der Song Good Ride ist von der geilen Band Madeira Cake

Facts:

24h Regatta Brombachsee

Distance: 45,1 NM

Moving time: 18:35

Average speed: 1,9 kn

Avg. Speed Mov.: 2,4 kn

Max. Speed: 6,6 kn